Viele Fantasy-Leser warten schon gespannt auf „Götterkind“.
Die Autorin Tiphaine Somer Elin erzählt uns hier, wie das Buch entstanden ist und was Sie zur bildgewaltigen Saga “Edda Reloaded” inspiriert hat …

Wie sind Sie auf den Titel „Götterkind“ gekommen?
Von der Muse geküsst? Eingebung? Göttergeschenk? Egal, ich bin froh und dankbar, denn er passt sehr gut.

Gibt es eine Fortsetzung?
Unbedingt. Ich bin doch selbst sehr gespannt, wie es weitergeht.

Wann kommt der nächste Band?
Der nächste Band erscheint am 08.09.2017.

Wie viele Bände können wir erwarten?
Ich vermute es werden 2 – 3 Bücher pro Jahr. Da sind ja auch noch die Bonusgeschichten, die ich ebenfalls schreiben möchte …

Wie sieht ein „normaler“ Schreibtag für Sie aus?
Normal ist, dass ich (wie alle anderen Menschen auch) Stunden damit verbringe mein Leben zu organisieren und zu verwalten. Ideal ist, wenn ich das nicht tun muss, sondern alles weggeschaufelt habe und schon morgens mit schreiben anfangen kann. Aber wenn ich nicht krank bin, setze ich mich jeden Tag hin, egal für wie lange. Was kommt, kommt und was nicht kommt, kommt später.

Wann haben Sie angefangen zu schreiben? Wie lange schreiben Sie schon?
Fragen Sie mich lieber, wann ich angefangen habe zu lesen. Ich habe mir nämlich schon mit großem Interesse die gesammelten Werke von Wilhelm Busch reingezogen, da konnte ich kaum aufrecht sitzen und zwar stundenlang, täglich …. Seitdem habe ich viele hundert Meter Buch gelesen und (natürlich) irgendwann angefangen zu schreiben. Beides habe ich dann lange beruflich gemacht, wenn auch in anderer Form. Heute werfe mich allerdings nur noch auf „Kochbücher“ (ich finde alle toll), weil ich einfach keine Zeit mehr habe. Und selbst diese (meist wunderbar photographierten) Schönheiten stapeln sich ungelesen auf meinen diversen Tischen, Hockern, Bänken, Ablagen.

Wenn Sie selbst schon so viele Bücher gelesen haben, ist Ihr Kopf nicht ganz voll von den Geschichten der anderen?
Nee, das Problem hatte ich nie, dazu tauche ich viel zu sehr ab. Und wenn ich wieder auftauche, schließt sich die Tür zu dieser Welt automatisch. Es ist eher so, dass ich im Nachhinein erfahre, dass diese oder jene Begebenheit in „meinen“ Geschichten „da oder dort“ so ähnlich auch vorkommt. Aber liegt das nicht daran, dass wir alle (egal ob wir „nur“ lesen oder auch schreiben) immer Menschen sind und auch bleiben? Uns interessieren, bewegen und berühren alle die gleichen Themen und deshalb auch die gleichen Geschichten. Natürlich erkennen sie (und wir uns in ihnen) wieder. Vermutlich standen Geschichtenerzähler schon seit Anbeginn der Menschheit – mindestens aber seit der Steinzeit – hoch im Kurs. Wer kann schon ohne Geschichten, ohne Geschichte leben? Aber etwas „kopieren“ würde ich nie – ich bin fest davon überzeugt, dass das dann ein Fremdkörper in der eigenen Geschichte bleibt – ich könnte mich nicht mit ihm anfreunden, weil er aus einer anderen Welt stammt. Wie ein Körnchen Sand, an dem ich mich immer stören würde …

Machen Sie sich Notizen vorab?
Vorab? Nein, das würde ich nicht sagen, eher „mittendrin“ oder „währenddessen“. Und Notizen würde ich das auch nicht nennen, eher „Fresszettel“ oder „Bilderbögen“. Ich nehme alles, was beschreibbar und zur Hand ist, Hauptsache, ich kann etwas festhalten, wenn ich fürchte, es würde mir wieder entgleiten.

Wie entwickeln Sie Ihre Figuren?
„Meine“ Figuren sind ganz und gar sie selbst, ich „entwickle sie nicht“. Die verhalten sich so, wie sie sind. Ich bekomme Bilder von ihnen/zu ihnen und mein größtes Anliegen ist es, die passende Sprache zu diesen Bildern zu finden und aufzuschreiben.

Wieso haben Sie eine ganze Buchreihe geschrieben? War das geplant?
Nein. Wie schrieb (der von mir sehr verehrte) J.R. Tolkien: „ die Geschichte wuchs, während ich sie schrieb.“

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