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Der Rote Faden …

Odins Wille ist Gesetz und der mächtige Asengott will, dass sein ältester Wolfssohn die Vanin zur Frau nimmt, die eben aufgespürt wurde. Dass Arawn sich Odins Willen beugt, liegt an der Macht, die nur sich selbst gehorcht und alles verändert: der Wenn da nicht die düstere Prophezeiung der Dunkelalben wäre.

Helden, die sich nur ihrer Liebe unterwerfen. Dunkelalben, deren Begehrlichkeit Lokis Pläne gefährdet. Odin, dessen Wolfssöhne auch Söhne seines größten Feindes sind. Freija, die will, was sich nicht haben kann und zwischen diesen Kräften die Vanin Annora, die sich selbst das größte Rätsel ist, das aber noch nicht weiß.
Götterkind 1 ist der erste Teilband der Edda Reloaded Reihe:
Uralte Prophezeiungen, angedeutete Geheimnisse, erschütterte Gewissheiten – alles ist anders und Asgard viel näher, als du ahnst.

Der Anfang

Dem Göttergeschlecht der riesenhaften Jötunn wurde uneingeschränkte Unsterblichkeit zuteil. Nicht anders den Vanen, den lustvollen Göttern der Fruchtbarkeit. Nur dem jüngsten Göttergeschlecht der kämpferischen Asen obliegt es, seine Unsterblichkeit durch den Genuss goldener Äpfel beständig zu erneuern. Dass die Jugend und Kraft spendenden Früchte den Vanen gehören, führt nur dazu, dass Odin jeden Vanen nach Asgard verschleppen lässt, der den Fehler begeht, auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings ist Odin nicht der Einzige, der Vanen suchen lässt – auch Jötunn gieren nach den friedfertigen Göttern, um sie dann grausam zu töten, denn zwischen Riesen und Asen schwelt seit langem unversöhnlicher Hass. Ein Konflikt, in dem sich die geheimnisvollen Dunkelalben stets bedeckt hielten, aber das ändert sich gerade …

Prolog

»Es kam Botschaft aus Asgard. Sie wurde gefunden.«

Tuada von Midir erhob sich abrupt. Er konnte den Überbringer der Nachricht zwar hören, aber nicht sehen.

Umgehend wichen die schwarzgewandeten Höflinge zurück. Sich dem Fürsten von Anderwelt in den Weg zu stellen konnte tödlich sein und keiner von ihnen würde sein Leben aufs Spiel setzen, nur weil ein rüpelhafter Spion gegen das Hofprotokoll verstieß. Die Entscheidung war klug, denn der Prinz der MagMor ergriff sein Schwert und gebot dem wegen des unerhörten Bruchs der Etikette herbeistürzenden Ritualmeister mit einer herrischen Handbewegung Einhalt.

Nuada Airgetláms Sohn warf dem Boten, der endlich zu ihm vorgedrungen war, einen prüfenden Blick zu. Der junge Krieger war respektvoll auf die Knie gesunken, nickte kaum merklich und Tuada atmete scharf ein. Es war also wahr, die Asen hatten sie endlich gefunden. Ein schmales Lächeln flackerte über das bleiche Gesicht des Prinzen. Er hatte sein Ziel noch lange nicht erreicht, doch heute war er ihm ein gutes Stück näher gekommen.

Er wirbelte um die eigene Achse und verließ die von nutzlosen Höflingen überquellende Insel der Anhörung ohne ein weiteres Wort.

1 »Sie Kommen, Stallmeister, Die Wölfe, Sie Sind Zurück.«

Sleipnir, Odins mächtiger Hengst, blähte die Nüstern und sog zitternd gewaltige Mengen Luft ein. Dem massigen Körper entfuhr ein dumpfes Schnauben und die zurückgezogene, samtweiche Oberlippe entblößte Zähne, groß wie Flusskiesel. Ungeduldig riss der schwarze Muskelberg den Kopf zur Seite und dem jungen Stallburschen das Halfter aus der Hand.

Der, erstarrt und fast gelähmt vor Schreck, wusste nicht, wo er zuerst hingucken sollte. Auf den Hengst, den er heute zum ersten Mal allein zur Tränke führen durfte und bei dem man nie wusste, was ihm als nächstes in den Sinn kam? Hinter sich, weil jederzeit einer der muskelbepackten (und ranghöheren) Pferdeknechte auftauchen konnte und schlimmer noch, der unheimliche Stallmeister selbst? Oder auf die dunklen Punkte am Horizont, die ihm vermutlich etwas sagen sollten, nur er kam nicht drauf?

Dann kam er doch drauf und stob davon. Bis ihm einfiel, dass es keine gute Idee war, Sleipnir stehen zu lassen, ohne sein Halfter in eine der Ketten zu haken, die von der Stallmauer baumelten. Er raste zurück, versuchte möglichst ruhig und gelassen das geschmeidige Leder an der Kette zu befestigen, und war erstaunt, dass der Hengst ihn gewähren ließ.

Dann stürmte er erneut davon, rannte durch die zweiflügelige Stalltür, jagte den langen Gang mit seinen offenen Boxen entlang, bog an dessen Ende ab, ließ die Sattelkammer rechts und die gewaltigen Fässer mit dem Hafer links liegen und stand endlich, endlich schnaufend vor dem hoch aufgeschossenen Stallmeister.

Der sah nicht auf, sondern schaufelte konzentriert Kelle um Kelle Hafermehl in eine große Tonschüssel. Zusammen mit Ölen, gemahlenen Kräutern und sonstigen Pulvern würden daraus Medikamente werden oder besondere Leckerbissen, je nachdem.

»Sie kommen«, brach es atemlos aus Mopte heraus.

»Wer kommt, Mopte?«

»Sie kommen, Stallmeister, die Wölfe, sie sind zurück.«

Der Dunkelalb hob den Kopf. »Sicher, Mopte?«, fragte er ruhig.

Der Stallmeister erhob seine Stimme nie, auch jetzt nicht. Er sprach immer in diesem eigenartigen, leisen Singsang und mehr brauchte es auch nicht. Der Schmelz seiner Worte brachte Eis zum Tauen, den Himmel zum Weinen und lockte, falls gewünscht, danach die Sonne hervor. Die Worte des Dunkelalbs würden sogar einem Zwerg den Schlüssel zur Schatzkammer aus der Tasche ziehen, aber meist hielten sie einfach nur Sleipnir im Zaum oder dessen kaum weniger eigenwillige Töchter, denn Toval war der ungekrönte König unter den Pferdeflüsterern Asgards.

»So sicher wie auf diese Entfernung möglich. Sleipnir schnaubt. Und bläht die Nüstern. Ich wette, der riecht seine Mädchen.« Mopte grinste verwegen. »Und außerdem sind da noch dunkle Punkte am Horizont und die bewegen sich.«

Der Stallmeister legte die Kelle in die Schüssel und richtete sich auf.

»Dann, Mopte, such’ die Pferdeknechte. Sie sollen sofort zu mir kommen. Dem Laufzwerg sagst du, er soll der Köchin im Wolfsturm ausrichten, dass heute sechs ausgehungerte Halbwölfe an ihrem Tisch sitzen werden und füge hinzu, dass er sofort mit einer ordentlichen Handvoll Trägern zu den Ställen zurückkehren muss. Hast du das verstanden?« Toval musterte Mopte aus dunklen Bernsteinaugen.

Der Stallbursche erwiderte den Blick befangen, nickte und war auf und davon.

Der Herr über Odins Pferde und Ställe griff sich das weiße Leintuch neben der Tonschüssel und wischte die schlanken, feingliedrigen Hände ab. Dann machte er sich auf den Weg zu Sleipnir. Das windschnelle Pferd göttlicher Herkunft würde ihn bereits erwarten und der Dunkelalb sah ihrer Begegnung mit einem feinen Lächeln entgegen.

Wenig später strichen seine weißen Finger über den Hals des gigantischen Pferds. Sleipnir war so groß, dass selbst Toval nur auf Zehenspitzen über den Rist des Hengstes hinwegsehen konnte und er gehörte nicht zu den Kurzgeratenen seines Volkes.

»Na, Freund«, flüsterte der Stallmeister, »ich sehe, die Ankunft deiner hübschen Töchter versetzt dich in Unruhe …« Toval tätschelte das samtschwarze, makellose Fell. »Entspann dich«, fuhr er fort, »die Wölfe bringen sie unversehrt zurück. Und nach etwas Wasser und Bürsteneinsatz laufen sie dir in Sachen Glanz und Schönheit den Rang ab. Du wirst dich ordentlich anstrengen müssen, um mit ihnen mithalten zu können.«

Sleipnir scharrte mit den Hufen und drückte den mächtigen Kopf an das Gewand des Stallmeisters. Es war nicht zu übersehen, dass die beiden sich gut verstanden …

Als die schwarzen Punkte zu berittenen Pferden angewachsen waren, …

… dufteten sechs üppige Boxen nach frischem Stroh,

… standen sechs Pferdeknechte bereit, um Sleipnirs Töchtern zu Diensten zu sein,

… warteten zehn stämmige Zwerge darauf, das Gepäck von Odins Söhnen in den Wolfsturm zu tragen,

… kommandierte die ausgezeichnete Köchin der Wölfe eine ordentliche Schar Küchenmädchen im Turm herum,

… lungerte Mopte im Hintergrund, weil er sich vor den Halbwölfen fürchtete (wie fast jeder in Asgard, außer Thor und ein, zwei besonders rauflustigen Zwergen),

… starrten Toval und Sleipnir in Richtung der Reiter, wobei Toval die weit besseren Augen hatte.

Und alle sehnten das Ende des Wartens herbei. Selbst Toval verspürte eine gewisse Unruhe, dabei waren die Wölfe Odins noch nicht einmal in Rufweite der Stallungen angelangt. Der Stallmeister warf einen prüfenden Blick auf seine nervösen Knechte, atmete tief durch und übte sich in Gleichmut.

Den würde er auch brauchen, denn nach wochenlangem Aufenthalt in der Wildnis waren die sechs Brüder in gereizter Stimmung. Mehrere heftige Scharmützel mit außergewöhnlich widerborstigen Gletscher-, Stein- und Waldtrollen hatten zur schlechten Laune beigetragen. Für den Rest waren nächtliche Lager auf kaum bedecktem Fels und eintönige, wenig schmackhafte Mahlzeiten verantwortlich.

Kurz, es war Zeit für die Rückkehr in die Zivilisation, vor allem für Har. Ihm waren ein gepflegtes Abendessen, ein bequemes Bett und ein heißes Bad wichtig. So wichtig, dass er mit jeder weiteren Nacht in der Wildnis missgelaunter und bärbeißiger wurde. Und weil Har langsam, aber sicher zum Kotzbrocken mutierte, sehnten seine Brüder das Ende der Grenzpatrouille mindestens ebenso herbei wie er selbst. Mittlerweile schnappte er nach allem, was sich zur Provokation umdeuten ließ und Nign und Teugn mussten ihr loses Mundwerk gehörig im Zaum halten, wenn sie keinen Ärger wollten.

Von Arawn, dem Leitwolf, hätten sie erst Hilfe zu erwarten, wenn es wirklich gefährlich würde, denn der hielt sich grundsätzlich aus solchen Rudelkämpfen heraus. Bron, der Zweitälteste, ordnete sich, wenn auch zähneknirschend, Arawn unter. Und Eik war zwar stark für zwei, aber kaum zu erschüttern. Von ihm käme nur Unterstützung, wenn er direkt angestänkert würde, und so blöde war Har nicht einmal nach mehreren Wochen Wildnis.

Blieben Nign und Teugn. Die beiden Jüngsten standen (obwohl kaum weniger stark als ihre älteren Brüder) an letzter Stelle der Hackordnung und falls sie dumm genug waren, Har eine Gelegenheit zu bieten, würde der sie ergreifen.

Dumm waren beide nicht, verwegen schon. Har auf die strapazierten Nerven zu gehen, war ein zuverlässiges Mittel gegen Langeweile. Also hielt Nign seine große Klappe nur, wenn es ihm in den Kram passte, und Teugn, dankbar für jede Steilvorlage, gab munter seinen Senf dazu.

Selbstverständlich wollten sie Blessuren vermeiden.
Selbstverständlich gelang ihnen das fast nie.
Selbstverständlich amüsierten sie sich trotzdem.

Die Wölfe waren hart im Nehmen und das Leben im Rudel führte zwangsläufig zu ständigen Raufereien, die Arawn eiserne Nerven beschert hatten. Der älteste, stärkste und ranghöchste aller Wölfe ersetzte seinen Brüdern Vater und Mutter, besser beide Väter und die Mutter, die sie nie gehabt hatten. Doch manchmal wünschte er seine Brüder zu Hel und sich selbst ein ruhiges Leben als Einsiedler in Asgards kalten Wäldern hoch im Norden.

Arawn seufzte. Müßig, darüber nachzudenken, es war, wie es war und sie waren zu sechst.

Mehr?

Der Rote Faden …

Leise raunen die Nornen, wispern geheimnisvoll, spinnen und wirken das Schicksal. Nichts und niemand entgeht ihrem gewaltigen Tun. Vor den Toren ihrer Heimstatt endet Odins Macht, lösen sich Lokis listige Pläne in Luft auf, zerschellen Bitten und Hoffnungen.Mounf_fz
Sie lauschen. Ihre Sinne sind auf die Eine gerichtet.
Dann verweben die unbestechlichen Hüterinnen der Vorsehung einige Fäden im Geflecht des Schicksals erneut und es ändert sich der vorherbestimmte Lauf aller Neun Welten.

Arawn stellt sich dem Kampf mit einem schier unüberwindlichen Gegner, Godfrid und Emma wagen das Aussichtslose und Annora droht alles zu verlieren. Anderwelts Ordnung taumelt ins Chaos, Loki sieht seine lang verfolgten Pläne scheitern und Odin, außer sich vor Zorn, entfesselt einen nie dagewesenen Sturm, der ungebremst über Asgards Bewohner hinwegfegt.

Götterkind 2 ist der zweite Teilband der Edda Reloaded Reihe: uralte Prophezeiungen, angedeutete Geheimnisse, erschütterte Gewissheiten – alles ist anders und Asgard viel näher, als du ahnst.

Prolog

Nachdenklich betrachtete Loki das feine rote Band, das sich um den Zeigefinger seiner linken Hand wand. Fünf Haare waren nicht viel. Auch dann nicht, wenn es sich um sehr lange, gekräuselte Haare handelte. Er hätte die junge Vanin noch ein wenig länger rupfen sollen …

Vorbei, an Annoras Haarschopf war in nächster Zeit kein Rankommen und bei so wenig Material sollte er sich besser darauf konzentrieren, was er mit dem kostbaren Schatz anfangen wollte, statt auf das, was er damit anfangen könnte. Wenigstens bestand Aussicht, dass das glückliche Paar vielleicht, irgendwann, demnächst in Asgard vorstellig würde – Arawn hatte sich seiner Braut wohl erklärt.

Das hatte er allerdings vor drei Midgardjahren getan und sein Eroberungsfeldzug schien ins Stocken geraten zu sein. Mem hatte sich nicht mehr gerührt und Loki nichts Neues erfahren.

Das war schlecht, sehr schlecht sogar, denn Odins kaum zu zügelnde Ungeduld, durch Eiks und Lokis Berichte vor fast sechs Jahren vorübergehend gebändigt, brach sich grollend ihre Bahn. Eine Verlängerung der ›Brautwerbung‹ würde es nicht geben und Arawn war hoffentlich schlau genug, dem Wunsch seines Vaters zu entsprechen, bevor über ihn und seine Braut ein Sturm hereinbrach, dem sich die beiden lieber nicht aussetzen sollten.

Je länger Loki über diesen Sturm und seine möglichen Folgen nachdachte, je mehr er Arawns Liebe und die wahrscheinlichen Absichten des Fürsten von Anderwelt berücksichtigte, desto klarer wurde ihm, dass die Haare unbedingt eines sollten – Annora auffinden, falls sie verloren ging.

Loki wollte jedes einzelne Haar mit einem Albenzauber belegt wissen, durch den sich die Göttin ausmachen ließ, falls sie Arawn wider Erwarten verlustig ging. Er würde die Haare glätten und zu einem hauchzarten Faden verspinnen lassen, um den Zauber zu verstärken.

Loki scheute die Kosten nicht. Sein Instinkt sagte ihm, dass er die Investition nicht bereuen würde und jahrtausendealte Erfahrung hatte ihn gelehrt seinem Instinkt zu vertrauen.

Götterkind 2 erscheint am 08.09.2017!

Mehr?

Götterkind 3 beginnt …

Der Beherrscher aller neun Welten schlief und stand doch vor ihr. Er war Edda Reloaded: Odins Thronsaalgegangen, aber sie hatte ihn nicht entlassen. Warum er seinen Sohn fast getötet hätte, fragte sie. Ob er nicht daran gedacht hätte, dass die Vanin schutzlos zurückblieb, sollte sein Sohn durch seine Hand fallen?

Odin sah sie an. Sah an ihr vorbei. Stieß ergrimmt eine Antwort hervor.

Nein, er hatte nicht daran gedacht.

Er war Ase. Geschaffen für den Kampf. Er lebte für den Kampf, liebte ihn. Natürlich hatte er nicht daran gedacht!

Schwächlinge dachten. Zauderer. Muttersöhnchen.

Wer nicht handeln konnte, dachte.

Odin konnte, und wer sich ihm mit der Waffe in der Hand näherte, starb.

Doch sein Sohn lebte und mehr als das –  er hatte seinem mächtigen Vater alles abverlangt! Was also trug sie ihm nach? Womit hatte er diesmal ihr Missfallen erregt?

Der Gott ballte die Fäuste. Sie lächelte mitleidig. Von oben herab. Drehte sich um und ging. Langsam, schwerfällig. Ließ ihn stehen wie einen dummen Jungen. Sein Zorn scherte sie längst nicht mehr. Besser, er würde ihr nicht im Weg stehen, rief sie über die Schulter zurück. Möglicherweise würde er es diesmal bereuen.

Odins Finger krallten sich tief in das raue Laken auf dem er lag. Oh nein, er schlief nicht. Ganz und gar nicht. Er war hellwach in diesem ›Traum‹. So wach, wie er nur sein konnte.

Er liebte den Kampf, ja. Aber nicht den Kampf mit ihr.

Sie sprach in Rätseln oder gar nicht. Oder wirr, wie diesmal. Was meinte sie mit ›er solle ihr nicht im Weg stehen‹? Hatte sie ihm gedroht? Glaubte sie gar an eine gewonnene Schlacht? Weil sie zwei Zwerge auf Abwege geführt hatte?

Wenn ja, dann würde er ihr eine böse Überraschung bereiten – er war der bessere, der erfahrenere Krieger von ihnen. Und er war der unumstößliche Herrscher über neun Welten, nicht über acht. Er würde sie lehren, dass eine gewonnene Schlacht die Niederlage im Krieg bedeuten konnte …

 

Lokis Laune hatte sich über Nacht nicht wesentlich verbessert. Dass Bron nicht im Thronsaal gewesen war, hatte ihm das Ringen um die Sicherheit der Wölfe erleichtert. Dass er anschließend nur noch Nign und Teugn aus dem Verkehr ziehen musste, hatte ebenfalls geholfen. Mehr als die bloße Hoffnung, dass sie (und ihren älteren Brüder) auch im Anschluss keine Dummheiten anrichteten, blieb ihm dennoch nicht.

Der Gott strich sich die rostroten Haare aus der Stirn und schnaubte unwillig. Er hatte eine Schwäche für das Wolfspack, zweifellos. Doch ein permanent wachsames Auge auf die schwer zu zügelnden Draufgänger zu haben, war Arawns Job. Ihm ging das ›sich kümmern müssen‹ schon jetzt mächtig auf die Nerven. Und falls Bron das Rudel anführte, würde das die Aufgabe keineswegs erleichtern. Dessen Vorstellungen von Gefolgschaft und Unterwerfung forderten den Widerspruchsgeist der Jungs erst so richtig heraus.

Eik hatte Recht. Er musste sich etwas einfallen lassen, um  Arawn aus der Nordlichtsphäre zu holen und zwar zügig. Bron in Midgard dabei auf die Finger zu sehen konnte nicht schaden, außerdem konnte er ganz nebenbei Fári und Mem einsammeln. Mit Arawns Gefangennahme erübrigte sich ein Aufenthalt der beiden Zwerge auf Mounfeld, wodurch sein eigener Haushalt endlich wieder vollständig wurde.

 

Götterkind 3 ist der dritte Teilband der Edda Reloaded Reihe: uralte Prophezeiungen, angedeutete Geheimnisse, erschütterte Gewissheiten – alles ist anders und Asgard viel näher, als du ahnst.

 

Götterkind 3 erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2018

Der Rote Faden …

Götterkind 4 wird der vierte Teilband der Edda Reloaded Reihe: uralte Prophezeiungen, angedeutete Geheimnisse, erschütterte Gewissheiten – alles ist anders und Asgard viel näher, als du ahnst.

Götterkind 4 erscheint voraussichtlich im Herbst 2018